POSITIVE NACHRICHTEN AUS DER WIRTSCHAFT   seit Ende Dezember 2006

Weihnachten 2007

RWE bündelt Erneuerbare Energien in neuer Gesellschaft
Die RWE AG will den Geschäftsbereich Erneuerbare Energien in den kommenden Jahren stark ausbauen. Wie der Energieversorger erklärte, wird die neue Führungsgesellschaft für Erneuerbare Energien "RWE Innogy" unter der Leitung von Prof. Dr. Fritz Vahrenholt am 1. Februar 2008 an den Start gehen. Wie der Konzern weiter erklärte, will man ab 2008 jedes Jahr unter der Beachtung der konzernüblichen Wirtschaftsanforderungen mindestens 1 Mrd. Euro investieren. "Wir haben uns für die neue Gesellschaft sehr viel vorgenommen. Ich freue mich, dass wir mit Fritz Vahrenholt große Erfahrung bei Erneuerbaren Energien an Bord holen," sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Großmann. Es ist vorgesehen, zum Start Erzeugungskapazitäten von rund 1.500 Megawatt in der neuen Gesellschaft zu bündeln. Das Geschäftsmodell umfasst Planung, Errichtung und Betrieb von Anlagen für regenerative Stromerzeugung und Energiegewinnung. Der Schwerpunkt wird auf organisches Wachstum gelegt. Zusätzlich will RWE Innogy das Geschäft durch strategische Zukäufe von Unternehmen und Anlagen verstärken.

 

Windwärts Energie wächst kontinuierlich
Die Windwärts Energie GmbH (1994 gegründet) entwickelt und realisiert Windenergie-, Photovoltaik- sowie Biogasprojekte im In- und Ausland, übernimmt Fremdprojekte in unterschiedlichen Planungsstadien und bietet Kapitalanlagen im Bereich des ökologischen Investments an. Bisher hat die Windwärts Energie GmbH Projekte entwickelt, in denen insgesamt 87 Windenergie- und 15 Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von 133 Megawatt in Betrieb genommen wurden. Die Jahresstromproduktion dieser Anlagen beträgt über 266 Millionen Kilowattstunden. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von rund 88.000 privaten Haushalten. Die meisten Anlagen wurden durch geschlossene Publikumsfonds finanziert, an denen sich mehr als 2.300 Investoren beteiligt haben. Bei einem Investitionsvolumen von 132 Millionen Euro stellen sie mit Kommanditeinlagen in Höhe von 39 Millionen Euro das Eigenkapital von 16 Fondsgesellschaften.

Höchste Windenergie-Anlage der Welt mit 210 Meter Gesamthöhe entsteht im Hunsrück
In Deutschland geht der Windkraft-Ausbau weiter. Die juwi-Gruppe wird 2008 in der Morbacher Energielandschaft (MEL) einen Meilenstein der besonderen Art setzen: Im Hunsrück errichtet das Team zusammen mit der Fuhrländer AG aus dem Westerwald die mit 210 Meter Gesamthöhe höchste Windenergie-Anlage der Welt. Dabei handelt es sich um eine FL 2500 auf einem 160 Meter hohen Gittermast mit einem Rotor von 100 Meter Durchmesser. „Nur so können wir in der MEL zusätzlich zu den bereits vorhandenen 14 Vestas V80-Anlagen einen weiteren Standort wirtschaftlich nutzen“, betont juwi-Planungsleiter Bernhard Bögelein. Der Jahresertrag wird bei rund 6,5 Millionen kWh liegen.
Bislang hat die juwi-Gruppe an rund 50 Standorten in Deutschland und Frankreich über 250 Windräder mit einer Gesamtleistung von rund 350 MW realisiert. Weitere Windparks entwickelt juwi derzeit in Tschechien, den USA, Costa Rica und Argentinien.
www.juwi.de 

In Sachsen entsteht eines der größten Solarkraftwerke der Welt
First Solar Inc.
liefert die Solarmodule für ein 40-Megawatt Solarkraftwerk, das im sächsischen Brandis von der juwi solar GmbH errichtet wird. Nach der Fertigstellung wird es sich bei diesem Projekt um eine der größten photovoltaischen Anlagen handeln, die je errichtet wurden. Die Bauarbeiten sollen innerhalb von 30 Monaten abgeschlossen werden. Das Projekt umfasst ein Investitionsvolumen von 130 Mio. € und wird von der Sachsen LB finanziert. Nach der Fertigstellung wird die Anlage mit rund 550 000 Solarmodulen arbeiten und jährlich ca. 40 Mio. Kilowattstunden saubere Energie erzeugen. Auf diese Weise wird eine Emission von Treibhausgasen im Umfang von voraussichtlich 25.000 t vermieden. „Wir sind sehr glücklich, an der Entwicklung eines der größten Solarkraftwerke der Welt teilzunehmen”, erklärt Michael Ahearn, Präsident und CEO von First Solar. „Unsere Zusammenarbeit mit führenden Projektentwicklern für groß angelegte Solarkraftwerke ermöglicht es uns, die Kosten für Solarmodule und -anlagen zu senken und dadurch den Markt für Solarstrom zu erweitern.” First Solar fertigt Solarmodule mit Hilfe eines hoch entwickelten Halbleiter-Beschichtungsverfahrens, das die Kosten für Solarstrom deutlich reduziert.

Mit Holz-Pellets heizen
Im häuslichen Bereich kommt Holz in Form von Scheitholz (Stückholz / Holzscheite), Hackschnitzeln (gehäckseltes Holz) oder Pellets zum Einsatz. Pellets sind Holzpresslinge mit einem Durchmesser von ca. 6 - 8 mm und einer Länge von 5 - 45 mm, die aus getrocknetem, naturbelassenem Restholz (Sägemehl, Hobelspäne, Waldrestholz) hergestellt werden. Sie werden ohne Zugabe von chemischen Bindemitteln unter hohem Druck gepresst und haben einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Damit entspricht der Energiegehalt von zwei Kilogramm Pellets ungefähr dem von einem Liter Heizöl. Weitere Infos finden Sie beim Deutschen Energie-Pellet-Verband e.V. (DEPV) im Internet unter http://www.depv.de.

Wärme aus dem Hunsrück - Holzpellets-Produktion in der Morbacher Energielandschaft
Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad hat in der Morbacher Energielandschaft (MEL) die Produktion von Holzpellets der juwi-Gruppe offiziell gestartet. „Anlagen wie diese sind ein wichtiger Baustein in einem künftigen Energieland Rheinland-Pfalz“, betont juwi-Vorstand Fred Jung. „Der regionale Kreislauf der Biomasse macht uns unabhängig von teuren Importen und sorgt für weitgehend stabile Preise im Energiesektor.“ Dies, so Jung weiter, gelte für den Wärmemarkt ebenso wie für den Strommarkt. Für den Elektrizitätssektor hatte die juwi-Gruppe im September eine Studie vorgelegt, in der ein Weg zu einer 100-prozentig regenerativen Stromerzeugung im Jahr 2030 aufgezeigt wurde. Die Gesamtproduktionskapazität der Morbacher Pelletsfabrik beträgt 20.000 Tonnen pro Jahr. Geplant ist zunächst ein Zwei-Schicht-Betrieb mit einer Jahresproduktion von 8.000 Tonnen. Betreiber der rund drei Millionen Euro teuren Anlage wird die juwi Beteiligungs GmbH & Co. Holzpelletieranlage Morbach KG sein. „Wir sind sehr zufrieden, dass nach nur rund sechsmonatiger Bauzeit nun die ersten juwi-pellets produziert werden“, lobt Projektleiter Torsten Schopbach die am Bau beteiligten Firmen. Dazu gehören so renommierte Unternehmen wie die Friedli Engineering AG und die GT ZeSor AG aus der Schweiz.
Gefüttert wird die Pelletproduktionsanlage mit Material aus der näheren Umgebung: Unternehmen der Sägeindustrie aus dem Hunsrück liefern jährlich rund 57.500 Schüttraummeter (SRM) Späne an. Die Späne und Holzstücke werden zerkleinert und getrocknet, bevor sie über ein hoch entwickeltes Transport- und Bearbeitungssystem zu einer Pelletpresse gelangen. Dort werden die kleinen, ultrakompakten Brennstäbchen normgerecht hergestellt: zwei Zentimeter lang und sechs Millimeter im Durchmesser – zehn Stück wiegen etwa sieben Gramm. Der Strombezug kommt von den Morbacher Windrädern und  der Morbacher Biogasanlage. 
Wir gehen derzeit davon aus, dass wir unsere Holzpellets ab 170 Euro pro Tonne frei Haus in einem Umkreis von 50 km um Morbach liefern können“, ergänzt Betriebsleiter Frank Brusius. Dabei handelt es sich um Pellets, die mit 100% erneuerbaren Energien produziert werden. „Durch unsere Variabilität in der Rohstoffwahl und der garantierten Versorgungssicherheit durch unsere Lieferanten wird dieser Preis auch nicht den starken Schwankungen der letzten Jahre unterliegen“, so Brusius weiter. Holzpellets sind damit – im Vergleich zu Heizöl und Erdgas – die günstigere Alternative bei der häuslichen Wärmeversorgung: Ein Hausbesitzer mit einem jährlichen Wärmebedarf von 20.000 Kilowattstunden zahlt bei einer Holzpelletsheizung im Jahr rund 700 Euro für die Wärme, der Besitzer einer Ölheizung dagegen rund 1.200 Euro pro Jahr – also fast das Doppelte.
Weitere Infos zur Morbacher Energielandschaft finden Sie im Internet unter www.energielandschaft.de, www.juwi.de 

aleo solar: Umsatz über 200 Mio. Euro
Der Solarmodul-Spezialist und Systemlieferant aleo solar AG meldete, dass er für das laufende Geschäftsjahr bereits heute einen Umsatz in Höhe von 210 Mio. Euro melden kann. Das Umsatzziel von 200 Mio. Euro ist damit bereits jetzt deutlich übertroffen. Deutschland bleibt laut aleo solar weiterhin Photovoltaik-Weltmeister, was die jährlich neu installierte Leistung angeht, aber auch international ist die Nachfrage ungebrochen hoch. „Neben Spanien entwickelt sich zunehmend auch Italien hervorragend“, erklärt Heiner Willers. Das Unternehmen wird seine Produktionskapazität im Jahr 2008 nach eigenen Angaben von 100 auf 180 Megawatt vergrößern. Damit sei man für das Wachstum der nächsten Jahre gerüstet.

Q-Cells schließt Liefervertrag mit LDK ab
Q-Cells AG hat mit dem chinesischen Solarunternehmen LDK Solar Co. Ltd. einen Vertrag über die Lieferung von Siliziumwafern abgeschlossen. Wie der weltweit zweitgrößte Solarzellenhersteller heute mitteilte, handelt es sich hierbei um einen Vertrag mit fester Abnahmeverpflichtung ("Take or pay") für die Jahre 2009 bis 2018. Insgesamt kann Q-Cells aus den vertraglich festgelegten Siliziummengen - zusätzlich zu den bestehenden Ausbauplänen - Solarzellen mit einer Gesamtleistung von mehr als 6 Gigawattpeak (GWp) herstellen. Die Lieferungen werden im Jahr 2009 mit Wafern aus einer Menge von etwa 1.000 Tonnen Silizium beginnen und bis 2013 auf 5.000 Tonnen p.a. ansteigen. Der Preis für das Silizium ist für die Jahre 2009 und 2010 fest´vereinbart, in den Folgejahren sieht der Vertrag die Möglichkeit vor, die Preise abhängig von der Marktpreisentwicklung anzupassen. Dieser Vertrag ermögliche Q-Cells ab 2009 ein deutlich stärkeres Wachstum als bislang geplant.


Dezember 2007

Klimawandel, Klimapolitik und Potenzial der Solarenergie
Ein lesenswertes Interview mit dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme in Freiburg, Prof. Dr. Eicke R. Weber, über Klimawandel, Politik, das Potenzial der Solarenergie und neue Forschungsergebnisse:
Mit der Kraft der Sonne  72kB Quelle: Fraunhofer-Magazin 3/2007

 

SolarWorld AG setzt Wachstumskurs fort
Der Konzernumsatz wuchs im 3.Quartal von 142,0 Mio. Euro auf 164,6 Mio. Euro und von Januar bis September um 46,4 Prozent auf 478,2 Mio. Euro. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte im dritten Quartal um 67 Prozent auf 44,3 Mio. Euro zu, der Konzerngewinn stieg auf 24,7 (Vorjahr: 14,4) Mio. Euro. Für die ersten neun Monate wurde ein EBIT-Zuwachs von 29 Prozent auf 117,4 Mio. Euro erzielt. Im operativen Geschäft hat man damit das Gesamtjahresergebnis 2006 (118 Mio. Euro) bereits mit dem dritten Quartal erreicht. Der operative Jahresüberschuss erhöhte sich nach neun Monaten auf 64,9 (Vorjahr: 54,5) Mio. Euro. Für das Gesamtjahr bekräftigt der Konzern seine Wachstumsprognose, wonach er den Umsatz (Vorjahr: 515 Mio. Euro) und das operative Ergebnis des Vorjahres (bereinigtes EBIT 2006: 118 Mio. Euro) um mindestens 20 Prozent übertreffen wird.

Nordex erhält weitere Aufträge aus China
Die Nordex AG hat zwei neue Aufträge für zusammen 28 S77-Turbinen der Megawatt-Klasse erhalten. Wie der Windenergieanlagenhersteller erklärte, sollen die beiden Windparks Anfang 2008 in der Provinz Ningxia im Nordwesten Chinas ans Netz gehen. Auftraggeber ist der regionale Energieversorger Ningxia Electric Power Group. Der Auftragswert beläuft sich auf insgesamt rund 22 Mio. Euro und umfasst die Lieferung der Maschinenhäuser sowie der Rotoren. Beides fertigt Nordex lokal in China.

SOLON AG plant Kraftwerk in Australien
Einer der größten europäischen
Hersteller von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen realisiert sein erstes Kraftwerksprojekt in Australien mit dem Partnerunternehmen CBD Energy Ltd.. Das Investitionsvolumen beträgt 60 Mio. Australische Dollar.

La Palma steigt auf erneuerbare Energien um
Die kanarische Urlaubsinsel La Palma will komplett auf erneuerbare Energien umsteigen. Der Beschluss des örtlichen Parlaments fiel vergangenen Dezember. In den nächsten Wochen beginnt mit einem Solarkraftwerk das erste Bauprojekt. 507 Millionen Euro soll das Vorhaben nach Angaben des Projektentwicklers Solantis kosten. 2013 könnten die etwa 85000 Einwohner und jährlich eine Million Touristen sämtliche Energie aus Wind, Wasser und Sonne beziehen.

Die Solar-Fabrik AG konnte ihre Umsatzerlöse in den ersten neun Monaten 2007 mehr als verdoppeln
Wie der Photovoltaik-Konzern mitteilte, wuchs der Konzernumsatz um über 106 Prozent auf 102,9 Mio.
Euro, nach 49,8 Mio. Euro im Neunmonatszeitraum 2006. Als Konsequenz wird die Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr von ursprünglich mindestens 130 Mio. Euro auf nunmehr mindestens 140 Mio. Euro angehoben. Für den Konzern wird ein Mindestumsatz von 200 Mio. Euro in 2008 geplant. Die Gesellschaft erwartet zukünftig eine deutliche Steigerung von Umsatz und Ertrag; begründet wird diese Einschätzung mit anhaltend hoher Kapazitätsauslastung, zusätzlichen Effizienzsteigerungen in der Produktion an allen Standorten und verbesserten Einkaufskonditionen durch wachsende Volumina verbessern.

Windturbinenhersteller Nordex AG steigert Umsatz und Ergebnis
Der Umsatz stieg um 32 Prozent auf 493 Mio. Euro. Wesentliche Effekte gingen dabei von der hohen Exportnachfrage aus. Der Auftragseingang kletterte um 60 Prozent auf 823 Mio. Euro, womit sich der Bestand fester und bedingter Aufträge um 148 Prozent auf 1,9 Mrd. Euro erhöhte. Weitere Aufträge im Volumen von rund 600 Mio. Euro waren vertraglich gesichert. In Summe entspricht das einer Auftragsreichweite bis zum zweiten Halbjahr 2009. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich um 93 Prozent auf 23,3 Mio. Euro (Vorjahr: 12,1 Mio. Euro). Die Umsatzrendite stieg damit von 3,2 Prozent auf 4,7 Prozent. Der Hauptgrund für diese positive Entwicklung war die Abwicklung profitablerer Projekte. Im dritten Quartal lag der Umsatz bei 171 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern einen Umsatz von 760 bis 770 Mio. Euro sowie eine Umsatzrendite von 6 Prozent.

SOLON erhöht Prognose nach starkem 3. Quartal
Die SOLON AG geht davon aus, dass Umsatz und Ergebnis um rund 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zulegen werden. Den Angaben zufolge wuchs der Konzernumsatz in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2007 um 53 Prozent auf 333,9 Mio. Euro. Das EBITDA kletterte um 64 Prozent auf 32,7 Mio. Euro, das EBIT um 73 Prozent auf 26,8 Mio. Euro. Das Konzernergebnis nach Minderheiten verbesserte sich auf 20,2 Mio. Euro (Vorjahr: 9,5 Mio. Euro). Für das Jahr 2008 rechnet das SOLON-Management mit einem weiteren Anstieg der Nachfrage sowohl aus dem spanischen als auch dem deutschen Markt und erwartet eine Steigerung des Konzernumsatzes und -ergebnisses um rund 75 Prozent gegenüber dem laufenden Geschäftsjahr.


November 2007

DVD: "Geothermie am Oberrhein - Energie unter uns"
Kurz, informativ, auf den Punkt gebracht: Der Sechsminuten-Animationsfilm auf DVD über den Oberrheingraben und sein Kapital für die Geothermie.
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f632229ms64

Wie das Haus zum Kraftwerk wird
Ein Wohnhaus soll in Zukunft keine Energie mehr verbrauchen, sondern sogar Stromüberschuss produzieren. Dabei muss es nicht aussehen wie ein verkabeltes Labor. Ökohäuser können exklusive Architektur vorweisen. Das beweist ein Pilotprojekt in Darmstadt. Ein Bericht von Christian Tröster
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f632226ms64

E.ON übernimmt riesige Windparks in Nordamerika
Die E.ON AG hat seine Marktposition im Bereich erneuerbare Energien durch eine Akquisition ausgebaut. Wie der Energieversorger erklärte, hat man eine Vereinbarung zur Übernahme des Nordamerikageschäfts des irischen Windparkbetreibers Airtricity getroffen. Der Kaufpreis wurde auf insgesamt 1,4 Mrd. Dollar beziffert. Airtricity betreibt zurzeit Windparks mit gut 210 MW installierter Kapazität. Bis Ende 2008 werden weitere rund 880 MW fertig gestellt. Die derzeit laufenden und sich noch im Bau befindlichen Windparks liegen in sehr windgünstigen Gebieten in den US-Bundesstaaten Texas und New York und kommen daher auf überdurchschnittlich viele Volllaststunden. Weitere Projekte mit einer Kapazität von mehr als 1.000 MW sind in einem fortgeschrittenen Stadium. Zusammen ist dafür ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 3,5 Mrd. Dollar bis 2011 notwendig. Darüber hinaus befinden sich Windparkprojekte in den USA und Kanada mit einer Gesamtkapazität von über 5.000 MW in einem frühen Entwicklungsstadium.

HOCHTIEF steigt in Geothermie-Markt ein
Der Baukonzern Hochtief AG realisiert im bayerischen Dürrnhaar gemeinsam mit Partnern das erste rein privat finanzierte Geothermie-Kraftwerk Deutschlands. Das Unternehmen plant, finanziert, baut und betreibt eine 5-Megawatt-Anlage mit einem Investitionsvolumen von zirka 35 Mio. Euro. Dazu wurde jetzt die Süddeutsche Geothermie-Projekte GmbH & Co. KG (SGG) gegründet
.

Neuer Ratgeber zur Energie-Unabhängigkeit
Der neue Ratgeber ÖKO-TEST KOMPAKT Energie zeigt, wie sich Verbraucher Schritt für Schritt unabhängig von Öl, Gas, Kohle und Atomkraft machen können. http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f632284ms65

Honda führt Civic Hybrid in Indien ein
Die Honda Siel Cars India Ltd., die indische Tochter des zweitgrößten japanischen Automobilherstellers Honda Motor Co. Ltd. will die Hybrid-Variante des Modells Civic in Indien einführen. Wie die japanische Wirtschaftszeitung "Nikkei" berichtet, könnte der Marktstart schon im kommenden Jahr erfolgen. Noch im laufenden Jahr solle das Modell außerdem in China zu den Händlern rollen. Der Civic Hybrid wird dem Bericht zufolge in Indien mit umgerechnet 5 Mio. Japanischen Yen (JPY) allerdings mehr als das Doppelte wie in Japan kosten. Zurückzuführen sei dies auf die hohen Steuern auf Automobile.

Erneuerbare Energien: Beschäftigungseffekte noch höher als angenommen
Der anhaltende Boom der erneuerbaren Energien in Deutschland hat im letzten Jahr noch 20.000 Arbeitsplätze mehr geschaffen als bislang angenommen. Nach einer jetzt veröffentlichten wissenschaftlichen Untersuchung boten sie 2006 bereits rund 235.000 Beschäftigten Arbeit - gegenüber 2004 (rund 160.000 Beschäftigte) ist das ein Plus von fast 50 Prozent. Mindestens 134.000 Arbeitsplätze, fast 60 Prozent der für 2006 ermittelten Beschäftigung, sind dabei direkt auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) zurückzuführen.
Beschäftigungswirkung der verschiedenen Sparten:
                                                  2006                                           2004
  Windenergie                             82.100                                        63.900
  Solarenergie                             40.200                                        25.100
  Wasserkraft                                9.400                                         9.500
  Geothermie                                 4.200                                         1.800
  Biomasse                                  95.400                                       56.800
  davon Brennstoffbereit-
  stellung/Kraftstoffe                    50.200                                        22.600
  Summe                                  231.300                                      157.100
  Beschäftigte durch öffentliche
  /gemeinnützige Mittel                  4.300                                          3.400
  Summe                                 235.600                                      160.500
  Nachrichtlich: Ausbau
  von Produktionskapazitäten
  zugunsten EE (Abschätzung)     23.500                                          5.800
Quelle:  Bundesumweltministerium 2007

1 Milliarde Euro in Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Forschung
D
er Bund hat das "Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff und Brennstoffzellen" für die mobile, stationäre und portable Anwendung aufgelegt. In den kommenden zehn Jahren will der Staat gemeinsam mit der Industrie eine Milliarde Euro in Zukunftstechnologien investieren - ähnlich wie dies bereits in USA und Japan geschieht. Winzige Brennstoffzellen sollen künftig u. a. Laptops, Camcorder oder PDAs mit Strom versorgen. mehr: http://www.fraunhofer.de/fhg/Images/magazin4-2007-08_tcm5-85774.pdf und www.initiative-brennstoffzelle.de


Oktober 2007

E.ON will neuen Windpark errichten
Der Energieversorger E.ON AG will einen weiteren Windpark vor der Küste von Großbritannien errichten. Acht Kilometer vor der Küste von Yorkshire soll der Windpark Humber Gateway entstehen. Dabei werden 80 Windkraftanlagen bis zu 300 MW sauberen Windstrom erzeugen, was für die Versorgung von bis zu 200.000 Haushalte mit Strom ausreicht. Der Planungsprozess für dieses technisch aufwendige Projekt soll in den nächsten Wochen mit intensiven Gesprächen in den Gemeinden an der englischen Küste und mit Fischereiverbänden beginnen. Dadurch will man sicherstellen, dass schon bei der Planung die Belange von Anwohnern und Umwelt berücksichtigt werden. Derzeit betreibt E.ON in Großbritannien onshore und offshore 20 Windparks, in der Planung sind neben Humber Gateway weitere Anlagen, darunter "London Array", mit 1.000 MW einer der weltweit größten Offshore-Parks in der Themse-Mündung. Das Projekt wird gemeinsam mit Shell WindEnergy und dem britisch-dänischen Konsortium Dong Energy London Array entwickelt.

Solar Millennium: China-Joint-Venture plant Energie-Coup
Parabolrinnen-Kraftwerke erzeugen bis 2020 rund 1.000 Megawatt. mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f632122ms61

Weniger Stromverbrauch - höhere Kosten
Erstmals seit dem Jahr 2000 ist im ersten Halbjahr 2007 der Stromverbrauch in Deutschland gesunken. Doch die Stromkosten sind gestiegen.    http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f632121ms61

General Compression hat effizientes Verfahren entwickelt, um Windenergie zu speichern
Fast 19.000 Windräder stehen in Deutschland. Wenn eine ordentliche Brise weht, erzeugen sie mehr als 20.000 Megawatt Strom - so viel wie zwanzig Kernkraftwerke. Bei Windstille dagegen ist die Ausbeute gleich Null. Für eine Industriegesellschaft kein tragbarer Zustand, denn Millionen Verbraucher sind darauf angewiesen, dass Strom jederzeit verfügbar ist - unabhängig von der Stärke des Windes. Seit Jahren träumen Wissenschaftler deshalb davon, die Energie des Windes zu speichern. Druckluft, Pumpspeicher, riesige Batterien - in viele Richtungen haben sie schon geforscht. Doch alle Methoden hatten bislang einen großen Nachteil: Beim Speichern von Strom geht massenweise Energie verloren.
Eine US-Firma geht nun einen völlig neuen Weg. General Compression aus Massachusetts hat eine Technik entwickelt, um Windenergie "fast ohne Energieverlust" zu speichern. Es könnte der lang ersehnte Durchbruch sein. Der Clou: Die Windräder von General Compression produzieren gar keinen Strom. Bisher haben sich Heerscharen von Ingenieuren den Kopf darüber zerbrochen, wie man elektrische Energie speichern könnte. Diesen Umweg lassen die Amerikaner weg. Sie wollen aus der Kraft des Windes direkt Druckluft gewinnen - und die lässt sich hervorragend speichern.
Die Idee kommt einer Revolution gleich. Das Herzstück herkömmlicher Windräder ist der Generator, der die Drehbewegung der Rotoren in Strom umwandelt. Doch die Amerikaner verzichten auf den Generator. An seine Stelle kommt ein Druckluft-Kompressor. "Unsere Windräder sehen aus wie alle anderen", sagt David Marcus, Chef von General Compression. Nur das Ergebnis ist grundverschieden: Statt Strom kommt unten Druckluft raus. Diese Druckluft kann dann gespeichert werden. Ein künstliches Rohrleitungsnetz hat zum Beispiel eine Kapazität von gut sechs Stunden. Noch besser sind natürliche Kavernen, Salzstöcke oder leere Erdgasfelder, die es z. B. in Norddeutschland zahlreich gibt. Bei entsprechender Größe könnten sie einen Monat lang mit Druckluft voll gepumpt werden. Das Prinzip funktioniert wie bei einem Dudelsack: Wenn der Wind bläst, wird der Speicher gefüllt. Die eigentliche Stromerzeugung findet erst ganz zum Schluss statt. Je nach Bedarf lässt man die Druckluft entweichen und durch eine Turbine schießen. Diese wiederum treibt einen Generator an, der zuverlässig Strom ins Netz speist, dann wenn er gebraucht wird - unabhängig von der Windstärke.  Quelle: oekonews.at - willfurth 2007 GENERAL COMPRESSION 2007

Die Rolle von Wärmespeichern bei der Integration von Erneuerbaren Energien
In einem zweijährigen EU-Projekt unter Beteiligung der Uni Kassel und weiterer Universitäten, Forschungseinrichtungen und Firmen aus Deutschland, Dänemark, Großbritannien, Polen, Spanien und Estland, wurde die Rolle von Kraft-Wärme-Kopplung bei der Integration erneuerbarer Energien aus technischer, ökonomischer und EU-rechtlicher Sicht untersucht.
Während in Europa ca. 12 % des Stroms aus KWK stammt, sind es in West-Dänemark über 50 %, und zusätzlich wird über 20 % des Stroms aus Windenergie erzeugt. Dieser Ausbauerfolg in Bezug auf Kraft-Wärme-Kopplung in Dänemark ist eng daran geknüpft, dass für KWK eine spezielle Vergütung, der Tripeltarif, mit verlässlichen Rahmenbedingungen eingerichtet wurde.
Mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f632257ms65

27 Terawattstunden Strom aus Wasserkraft im Jahr 2004
Nach vorläufigen Berechungen des Statistischen Bundesamtes wurden in Deutschland im Jahr 2004 aus Wasserkraft 27,0 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt, das sind 27,0 Milliarden Kilowattstunden. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft stieg damit von 19,2 TWh im Jahr 1991 um 40,6% oder um 12% gegenüber 2003. Diese Entwicklung sei jedoch nicht stetig verlaufen, da sie auch von den natürlichen Gegebenheiten abhänge. So sei der höchste Wert auf Grund eines sehr günstigen Wasserangebots im Jahr 2000 mit 29,4 TWh erreicht worden, heißt es in einer Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes.

Papiertüten aus Apfelrückständen - Obstrückstandsrecycling Made in Südtirol
Die auf Biorecycling spezialisierte Ecoapple Südtirol Alto-Adige Srl. baut bei Bozen ein zusätzliches Werk zur Aufbereitung von Apfelrückständen. Ausgangspunkt ist das im Jahre 2003 von Firmenleiter Alberto Volcan entwickelte Verfahren zur künstlichen Trocknung von Apfelschalen, bei dem die Zucker- und Zelluloseanteile unverändert bleiben. Das daraus gewonnene Mehl wird seither zu Ökopapier verarbeitet, dessen mechanische und drucktechnische Eigenschaften denen von Normal- und Recyclingpapier gleichkommen. Verwendet wird es vor allem bei der Herstellung von Einkaufstüten für französische Biolebensmittel- und Modeläden.
Volcan: „Durch die Neuinvestition werden wir den Umsatz bis 2008 vervierfachen. Wir verarbeiten im Jahr rund 50.000 Tonnen Abfälle aus der Fruchtsaftherstellung. Allein in den Südtiroler Verarbeitungsbetrieben fallen jährlich 40.000 Tonnen und im gesamten EU-Raum über 500.000 Tonnen an. Bei unserem Verfahren handelt es sich um eine kostensenkende Maßnahme, da das Ausbringen von Apfelrückständen auf dem Feld und die Verfütterung im Stall wegen der Pilzgefahr verboten sind.“
Mit Hilfe der innovativen Technologie kann auf die aufwendige Entsorgung der rasch fermentierenden und geruchsstarken Abfälle auf Deponien verzichtet werden. Volcan will die Technologie auch in China bekannt machen, wo bereits mehrere Standorte vorbereitet werden. Doch der findige 65-jährige Ingenieur und Inhaber eines Patentes für Kunststoffrecycling denkt bereits einen Schritt weiter. Mit seiner neu gegründeten "Ecopixy" wendet er sich mit koloriertem Bioleder an die Modemacher. Ein weiterer Anwendungsbereich sind isolierende Baustoffe, die aus Apfelmehl, Kartoffeln, Milch und einem hochresistenten biologischen Kleber gefertigt sind. Volcan will davon jährlich 30.000 Tonnen vom Band laufen lassen. In Zusammenarbeit mit der Region Abruzzen ist außerdem die Errichtung einer Fabrik zur Abfallverwertung der Karotten und Fenchel verarbeitenden Betriebe geplant.  Quelle: Harald Jung 2007,  pressetext.austria 2007

Neuartige Fruchtfolgen erhöhen Bodengesundheit und Ertrag pro Hektar
Der Rohstoffabteilung von Schmack Biogas AG ist es gelungen, dank neuartiger Fruchtfolgen, für die Anlage in Schwandorf die notwendige Hauptanbaufläche um ein Drittel zu reduzieren. Damit kann die Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion erheblich entlastet werden. Eine vielfältige Fruchtfolge erhöht nicht nur die Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit, sondern führt letztendlich zu einer vielseitigen Kulturlandschaft. Der Nutzen des Energiepflanzenanbaus geht weit über die bodenverbessernde Wirkung hinaus. mehr: http://www.b2b-coach.de/schmack_archiv/200708/energiepflanzenanbau.pdf


September 2007

Immer mehr Arbeitsplätze durch Erneuerbare Energien
In Deutschland arbeiten rund 220.000 Menschen im Umweltbereich. In der Produktion, Montage und Wartung von Anlagen für Windenergie, Photovoltaik oder Biogas sind schon doppelt so viele Menschen beschäftigt wie in der Kohle- und Atomindustrie zusammen, Tendenz stark steigend. Bis 2030 - so die Schätzung von Experten – wird mit Umwelttechnologie in Deutschland so viel Umsatz gemacht wie in der Automobilindustrie.

Mehrheit der Bundesbürger will mehr Engagement der Regierung beim Klimaschutz
Forsa-Umfrage: Mehrheit der Bundesbürger will mehr Engagement der Regierung beim Klimaschutz, ein Tempolimit und keine neuen Kohlekraftwerke.    Zwei Drittel der über eintausend repräsentativ und bundesweit Befragten bejahten sowohl einen Stopp der Planung von Kohlekraftwerken als auch Tempolimits auf Autobahnen. 67 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, dass keine neuen klimaschädlichen Kraftwerke auf Braunkohle- oder Steinkohlebasis gebaut würden.
Die Befürworter von Tempolimits (63 Prozent) gliedern sich in zwei Gruppen. 36 Prozent wollen ein Tempolimit von 120 Kilometer, 37 Prozent befürworten 130 Kilometer pro Stunde. Lediglich 24 Prozent wollen weiterhin kein Tempolimit auf Autobahnen.
Angelika Zahrnt, Vorsitzende des BUND: „Die Deutschen wollen, dass mehr für den Klimaschutz getan wird und sie verlangen nach den dafür geeigneten und wirksamsten Maßnahmen. Ein Tempolimit von 120 km/h erspart der Erdatmosphäre jedes Jahr sofort rund drei Millionen Tonnen CO2. Mit diesem Rückenwind aus der Bevölkerung muss die Bundesregierung jetzt handeln.“ mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f632141ms61

Wachstum internationaler Photovoltaikmärkte beschleunigt sich
Photovoltaik höheres Potenzial als Solarthermie. Zahl der Marktteilnehmer nimmt deutlich zu.   mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631763ms52

Energieausweis wird Pflicht
Ab dem 1. Juli 2008 wird die Vorlage von Energieausweisen bei Verkauf und Neuvermietung schrittweise für verschiedene Gebäudetypen verbindlich eingeführt. Weitere detaillierte Informationen dazu finden Verbraucher unter www.dena-energieausweis.de    Quelle: Deutsche Energie Agentur (dena) 2007

Neuer Fassadentyp „erntet“ Solarenergie und hält Hitze draußenBoom für Sonnenkollektoren in Österreich
Die Architekten und Wissenschaftler des Lehrstuhls 2 für Baukonstruktion und Entwerfen (IBK2) der Universität Stuttgart entwickeln zusammen mit Projektpartnern Fassaden für Bürogebäude mit integrierter Solarenergietechnik.    mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631946ms57

Bioerdgas soll Erfolg werden
Unternehmen der deutschen Gaswirtschaft und ihrer Marktpartner arbeiten mit großem Engagement daran, dass Bioerdgas zu einem Erfolg wird. Weitere Informationen zu diesem Thema hat die ASUE in ihrer neuen Broschüre "Bioerdgas: Regenerative Energie mit Zukunft" zusammengefasst. Die Publikation kann in gedruckter Form über den Verlag Rationeller Erdgaseinsatz, Postfach 25 47, 67613 Kaiserslautern, Fax: (06 31) 360 90 71, zum Preis von 4,-- Euro pro Exemplar zuzüglich Verpackung, Versandkosten und Mehrwertsteuer (Mindestbestellwert 10 Euro) bezogen werden. Einzelexemplare sind bei der ASUE, Tel.: (06 31) 360 90 70, E-Mail: info@asue.de, kostenfrei erhältlich.
Zudem lässt sich die neue ASUE-Veröffentlichung als PDF-Datei von der ASUE-Internetseite herunterladen. Hier finden sich auch Vorträge, Grafiken sowie eine animierte Präsentation. Quelle: ASUE 2007

Windkraft boomt
Der Anteil des Windstroms hat sich in Deutschland seit 1990 etwa verhundertfacht. mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631934ms57

Nordex wächst weiter schwungvoll
Beim Hamburger Windkraftanlagenbauer Nordex kletterten die Erlöse von April bis Juni auf 172 Millionen Euro und lagen damit 35 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Engpässe auf Lieferantenseite seien schuld an der für Nordex „enttäuschenden“ Entwicklung, so der Vorstandsvorsitzende. Auf der Ergebnisseite konnte der Windturbinenhersteller im zweiten Geschäftsquartal besser abschneiden. Der Betriebsgewinn zog deutlich um knapp 150 Prozent an. Der Nettogewinn verbesserte sich deutlich auf neun Millionen Euro. Der Umsatz im ersten Geschäftshalbjahr konnte um 28 Prozent auf 323 Millionen Euro verbessert werden. Insgesamt 82 Prozent des Geschäfts setzte das Unternehmen eigenen Angaben zufolge im Ausland um. Der Gesamtauftragsbestand erhöhte sich um 95 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro nach 880 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Zudem habe sich der Konzern weitere Aufträge im Volumen von rund 470 Millionen Euro bis ins Jahr 2009 hinein vertraglich gesichert. Der Konzern geht von einem Jahresumsatz in Höhe von 760 bis 770 Millionen Euro aus. Im Juni hatte der Konzern seine Umsatz- und Gewinnziele für 2011 zwischen 2,5 und vier Milliarden Euro konkretisiert.

Umweltpreis für Biogasanlage Biburg
Der Energiedienstleister E.ON Bayern hat unter der Schirmherrschaft des bayerischen Umweltministers Dr. Werner Schnappauf zum dritten Mal den E.ON Bayern-Umweltpreis verliehen und elf ökologisch wertvolle Projekte ausgezeichnet. Der Preis hat ein Fördervolumen von insgesamt 250.000 Euro. Preisträger war unter anderem die Bioenergie Biburg, die auf ihrer Biogasanlage erstmalig den ORC-Prozess einsetzten. Nach den Worten von Dr. Stefan Vogg, Vertriebsvorstand der E.ON Bayern, zeigt der Preis die Motivation seines Unternehmens, mit dem Umweltpreis ein Signal für ökologisches Handeln zu setzen. „Unser Preis ist zunächst eine Anschubfinanzierung für viele ökologische Ideen, die ohne Unterstützung nicht verwirklicht werden können. Wir spüren aber mittlerweile, dass wir mit unserem Engagement nicht nur Ideen umsetzen, sondern auch neue Ideen generieren. Bis heute wurden über 700 Projekte für unseren Umweltpreis eingereicht. Jedes einzelne ist beispielhaft für ökologisches Handeln und ein Weckruf für andere, sich ökologisch zu engagieren“, so Dr. Vogg. „Der E.ON Bayern-Umweltpreis ist der größte Umweltpreis in Bayern“, erklärte Staatsminister Dr. Werner Schnappauf. Er wertete das Engagement des Energiedienstleisters als „deutliches Signal für gesellschaftliche Mitverantwortung von Unternehmen bei der Sicherung unserer Lebensgrundlagen.“


August 2007

Weltgrößter Offshore-Windpark in der Nordsee
Bilfinger Berger AG erhält Auftrag zur Errichtung der Fundamente für den weltweit größten Offshore-Windpark in der dänischen Nordsee. Mit einem dänischen Partner werden die Fundamente des Offshore-Windparks Horns Rev 2 vor der Westküste Dänemarks errichtet. Der Windpark soll den Energiebedarf von 200.000 Haushalten decken. Die Gründungen für 91 Windkraftanlagen werden im offenen Meer, rund 30 Kilometer von Esbjerg entfernt, erstellt. Das Projekt beinhaltet die Lieferung und Installation von 40 Meter langen Monopiles. Die Stahlrohre haben einen Durchmesser von knapp vier Metern und wiegen 200 Tonnen. Sie werden bis zu 20 Meter tief in den Meeresboden gerammt. Zur Verbindung mit den Türmen der Windturbinen werden darauf jeweils 140 Tonnen schwere Übergangsstücke aus Stahl montiert. Die gesamte Gründungskonstruktion wird von März bis September 2008 mit Hilfe von Hubplattformen ausgeführt.

Weltweit 100 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien investiert
Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien haben laut einer UN-Studie 2006 erstmals einen Umfang von 100 Milliarden Dollar (rund 75 Milliarden Euro) erreicht.   http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631759ms52

Deutschland betreibt die größten Solarstrom Kraftwerke
Deutschland führt die Top-500-Liste der weltgrößten Photovoltaik-Kraftwerke mit einer installierten Leistung von insgesamt 287 Megawattpeak (MWp) an
. Dies berichtet das Photovoltaik-Portal PVresources. An zweiter Stelle liegt Spanien mit einer Solarstromleistung von 96 MWp, gefolgt von den USA (84 MWp), Japan (15 MWp) und Portugal (zwölf MWp).Der Ausbau der Photovoltaik-Leistungen wird weiter stark vorangetrieben, berichtet PVresources.
Gemessen an einzelnen Unternehmen führt die US-amerikanische PowerLight Corporation den Weltmarkt an. Der Errichter von Photovoltaik-Kraftwerken hat laut den Statistiken von PVresources bereits 49 MWp solarer Leistung installiert. Knapp dahinter liegt das deutsche Unternehmen Epuron mit 47 MWp, am dritten Rang folgt die spanische Acciona Energia mit 25 MWp.
"In vielen Märkten ist noch Ausbaupotenzial vorhanden", sagt Yvonne Deters, PR-Mangerin bei Epuron. Dazu zähle unter anderem der deutsche Markt. Erst Anfang Juli schloss die Conergy-Tochter mit einer deutschen Großbank eine Rahmenfinanzierung über 105 Mio. Euro für Photovoltaikprojekte ab. Davon sollen Solarparks mit einer Leistung von 15 MW noch in diesem Jahr in Deutschland verwirklicht werden. Die weiteren Projekte sollen 2008 zu einem großen Teil in Deutschland realisiert werden, bis zu drei MW werden in Italien umgesetzt. Quelle: VPI (Verein für politische Bildung & Information, Bonn) 2007

Boom für Sonnenkollektoren in Österreich
Das österreichische Bundesland Steiermark gibt Baukostenzuschüsse für Neubauten nur, wenn solarthermische Anlagen eingebaut werden. Das hat zu einem Boom für Sonnenkollektoren im sonnenreichen Südost-Österreich geführt. Das Land und die Grazer Energieagentur haben außerdem eine Aktion zur besseren Wärmedämmung bei Altbauten gestartet. mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631179ms37

Energiepflanzenportal online
Energiepflanzen, eine der wichtigsten regenerativen Energieträger der Zukunft, verändert die Landwirtschaft. mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631180ms37

IEA bestätigt "Peak Oil"
Fatih Birol, Chefökonom der Internationalen Energieagentur (IEA), beschreibt die Lage am 27.06.2007 in einem Interview der größten französischen Tageszeitungen "Le Monde" recht eindeutig: "Innerhalb von 5-10 Jahren wird die Nicht-OPEC Produktion den Gipfel erreichen und beginnen zurück zu gehen wegen nicht ausreichender Reserven. Für diese Tatsache gibt es täglich neue Beweise. Zeitgleich werden wir den Gipfel des chinesischen Wirtschaftswachstums sehen. Beide Ereignisse werden also zusammentreffen: Die Explosion des Wachstums der chinesischen Nachfrage und der Rückgang der Ölproduktion der Nicht-Opec Staaten. Wird unser Ölsystem in der Lage sein dieser Herausforderung zu begegnen, das ist die Frage. [...] Unglücklicherweise gibt es viele Worte und wenig Handlungen. Ich hoffe wirklich, dass die Öl verbrauchenden Länder den Ernst der Situation verstehen und sehr starke und radikale politische Maßnahmen ergreifen werden, um das Nachfragewachstum zu verlangsamen." "Wenn wir keine gesicherte Nachfrage erkennen können, könnten wir langfristig unsere Investitionspläne überdenken". So redet man auf der anderen Seite des Spielfeldes. OPEC Generalsekretär Abdalla El-Badri erklärte am 6. Juni in der Financial Times, dass die OPEC bis 2012 Investitionen von 130 Milliarden Dollar plane, um die Förderkapazität von heute 35,7 Millionen Barrel/Tag auf 39,7 Millionen Barrel/Tag (ohne Irak) anzuheben. Die Pläne, weitere 500 Milliarden Dollar im Zeitraum 2013 bis 2020 zu investieren, könnten angesichts der Biokraftstoffstrategien geändert werden. Quellen: Autor: Tomi Engel 2007; Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V. 2007; ASPO Deutschland 2007; http://sonnenseite.com/index.php?pageID=16&article:oid=a8102&template=article_detail.html&flash=true

Offshore-Windpark vor der walisischen Küste
Die zur RWE AG gehörende RWE npower kündigte den Bau eines weiteren Offshore-Windparks vor der walisischen Küste an. Laut einer Presseerklärung des Energieversorgers sollen die Bauarbeiten am Fundament des Standorts Rhyl Flats noch in diesem Monat beginnen. Die Errichtung von 25 Windturbinen mit einer Leistung von je 3,6 Megawatt beginnt im Jahr 2008. Siemens Power Generation wird die Turbinen für den 90-MW-Offshore-Windpark liefern. Insgesamt werden 280 Mio. Euro als Investitionen veranschlagt. Bei Rhyl Flats handelt es sich um das zweite große Windkraftprojekt, das RWE npower in diesem Jahr bekannt gegeben hat. Im Februar hatte npower eine Investition von umgerechnet 147 Mio. Euro für drei Onshore Windparks inklusive Little Cheyne Court in Kent und Knabs Ridge in Yorkshire angekündigt.

Bau einer 4 MW-Biogas-Anlage zur Gaseinspeisung
Schmack Biogas AG plant gemeinsam mit E.ON Ruhrgas und E.ON Bayern den Bau der bislang europaweit größten Biogasanlage, die Biogas in das Erdgasnetz einspeist und mit nachwachsenden Rohstoffen betrieben wird. Die Gesamtleistung beträgt 10 MWGas, was einer elektrischen Leistung von 4 MWel. entspricht. Der Bau der Anlage auf dem Firmengelände von Schmack Biogas wird Mitte 2007 beginnen. Erstmals soll dort Biogas Ende Dezember 2007 produziert und in das Erdgas-Netz eingespeist werden. Zum Vergleich: Aktuell verfügen die meisten neu gebauten Biogas-Anlagen in Deutschland über eine Leistung von 150 kW bis 500 kW. Die neue Anlage verfügt also über eine vielfach höhere Leistungsstärke. Konzipiert ist sie für die Vergärung von rund 61.500 Tonnen pflanzlicher Rohstoffe pro Jahr. Daraus lassen sich nach aktuellem Stand der Technik rund 16 Mio. Kubikmeter Biogas gewinnen, was ausreicht, um etwa 5.000 Haushalte mit Energie zu versorgen.
Die Schmack Energie Holding GmbH wird bei diesem Projekt die Projektierung, Errichtung sowie den Betrieb der Anlage übernehmen. E.ON Bayern Wärme GmbH wird die Wärme vermarkten und E.ON Bioerdgas GmbH das Biogas vermarkten und einspeisen. Das Investitionsvolumen der 4-MW-Anlage in Höhe von rund 15,8 Mio. Euro werden die Partner je zu einem Drittel übernehmen.
Die ausschließlich pflanzlichen Rohstoffe für die Anlage liefern die Landwirte aus der Umgebung von Schwandorf. Erstmalig können sich die Landwirte mit einer Investition an der Anlage beteiligen und profitieren damit auch von deren Erträgen. Im Vergleich zu Biogasanlagen ähnlicher Größenordnung reduziert sich die Anbaufläche dank neuartiger Fruchtfolgen um ein Drittel. Eine vielfältige Fruchtfolge entspannt nicht nur die Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion, sie erhöht auch die Bodenfruchtbarkeit und Bodengesundheit.


Juli 2007

Weltweit 100 Milliarden Dollar in erneuerbare Energien investiert
Die weltweiten Investitionen in erneuerbare Energien haben laut einer UN-Studie 2006 erstmals einen Umfang von 100 Milliarden Dollar (rund 75 Milliarden Euro) erreicht. Das Wachstum der Investitionen um allein 20 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr sei eine "Antwort auf die weltweiten Herausforderungen und Sorgen, wie den Klimawandel, die wachsende Nachfrage nach Energieträgern und Energiesicherheit", hieß es in einem soeben in Nairobi vorgestellten Bericht des UN-Umweltprogramms UNEP.
"Dieser Bericht beendet die Vorstellung, dass erneuerbare Energien nur eine Randgruppe von Umweltschützern interessiert. Sie sind jetzt ein entscheidendes wirtschaftliches Interesse für Investoren", erklärte der Chef der französischen UNEP-Abteilung, Eric Usher. Quelle: VERIVOX 2007

Photovoltaik-Weltmarkt: Gerangel um Platz drei - Spanien schließt zu USA auf
Der spanische Photovoltaik-Markt umfasste 2005 rund 35 Megawatt (MW) neu installierter Kapazität. 2006 konnte das Wachstum auf 110 MW gesteigert werden. Laut Solarbuzz sind derzeit weitere 230 MW im Rahmen von neuen Projekten allein im Bereich großer Solaranlagen geplant. In diesem Jahr soll der Markt demnach um 200 bis 280 MW anwachsen. Innerhalb Europas liegt der spanische Markt hinter Deutschland auf dem zweiten Rang. Das Marktwachstum des vergangenen Jahres geht vor allem auf den 2005 eingeführten Einspeisetarif für Solarstrom zurück.
Der US-Markt verzeichnete 2006 laut Solarbuzz eine Größe von 140 MW neu installierter Leistung. Die Wachstumsregionen setzten sich primär aus den Bundesstaaten Kalifornien und New Jersery, aber auch aus Nevada und Colorado zusammen. Bis Ende des Jahres soll der Markt um weitere 204 bis 235 MW wachsen, so die Prognose von Solarbuzz. Je nach Entwicklung der regionalen Märkte und den gesetzlichen Rahmenbedingungen könnte das Marktwachstum bis 2011 auf 648 bis 1.727 MW ansteigen.
     Der deutsche Markt wird mit 968 MW zusätzlicher Photovoltaik-Kapazität in 2006 auch weiterhin seine Spitzenposition unter den weltweiten Photovoltaik-Märkten halten, gefolgt von der aktuellen Nummer zwei Japan. In Weltregionen unterteilt stellt Europa den weltgrößten Photovoltaik-Markt dar. Zwei Drittel der neu installierten Leistung (1.125 MW) entfielen 2006 laut dem Beratungsunternehmen auf europäische Märkte. Quelle: pressetext.austria 2007

Intersolar bricht 2007 alle Rekorde
Europas größte Fachmesse für Solartechnik, die Intersolar 2007, hat in Freiburg alle Rekorde gebrochen. Weil die Messe aus allen Nähten platzt, steht im kommenden Jahr der Umzug nach München an. Damit wollen die Veranstalter die Internationalisierung des Branchentreffs weiter vorantreiben. "Die Internationalität der Intersolar war immer unser Ziel und wir sehen heute, dass unsere Aktionen erfolgreich waren. In dieser Internationalität liegen unsere Zukunftspotenziale", so Klaus W. Seilnacht, Chef der Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH und Co. KG.
Quelle:
pressetext.deutschland 2007

Norbert Walter: Erneuerbare Energien haben Zukunft
In der "Stuttgarter Zeitung" sieht der Chefvolkswirt der Deutschen Bank, Norbert Walter, Deutschlands Zukunft positiv.
Er schreibt: „Es sieht so aus, als ob die Deutschen zu einer anspruchsvollen Expedition aufgebrochen sind. Da gibt es Nischen – die zudem immer mehr zur breiten Foren werden –, wo die deutschen Wissenschaftler Spitze sind. Dass dies bei Umwelttechnologie und erneuerbaren Energien der Fall ist, überrascht nach der gesellschaftspolitischen Orientierung der letzten 30 Jahren nicht."
Zwei wesentliche politische Entscheidungen sind für Deutschlands Zukunft entscheidend, meint Walter: Die Erhöhung des Renteneintrittsalters und längere Wochenarbeitszeit.
Der Ökonom Walter hat Visionen: "Und um bei der Expedition Deutschland auch als kleines Land für einen globalen Markt leistungsstark zu sein, wird es nötig sein, Projektgesellschaften durch temporäre Zusammenschlüsse verschiedener Talente zu arrangieren, um das erforderliche Spezialwissen und die erforderliche kritische Masse zusammenzubringen. Eine solche Projektwirtschaft bringt jene Teams hervor, die das schier unmögliche – wie die Weltumrundung mit dem solargetriebenen Flugzeug – schaffen.
Quelle: Stuttgarter Zeitung 2007

Bilanz der Weltartenschutzkonferenz CITES in Den Haag - WWF: Viele Erfolge für den Artenschutz
Der WWF ist überwiegend mit den Ergebnissen der Weltartenschutzkonferenz in Den Haag zufrieden. „Es war eine großartige Konferenz für die Zukunft der Aale, Tiger und Störe“, sagt WWF-Experte Volker Homes. „Aber nach diesen zwei Wochen sind die Aussichten für Haie und Tropenholz weiterhin erschreckend düster.“ Gerade bei wirtschaftlich relevanten Themen wie Fisch und Holz habe es meist geheißen: viel Politik, wenig Artenschutz. Für einige Arten wie die Rote Koralle könne es bis zur nächsten Weltartenschutzkonferenz 2009 schon zu spät sein.
Quelle: WWF 2007

City-Solar-Gruppe: Auftrag für drei neue Photovoltaik-Großkraftwerke in Spanien
Parallel zum Bau des derzeit weltgrößten Solarstrom-Kraftwerks in Beneixama im Südosten Spaniens (Nennleistung 20 Megawattpeak / MWp) hat das Unternehmen mit Hauptsitz im rheinland-pfälzischen Bad Kreuznach in diesen Tagen mit einem Großinvestor Verträge über weitere drei Großkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 25,75 MW unterzeichnet. mehr: http://www.sonnenseite.com/index.php?pageID=6&news:oid=n7882&template=news_detail.html&flash=true

Biogas lohnt sich und wird immer effizienter
Eine Biogasanlage mit 500 KW erfordert ca. 2 Mio. € Investition (plus 200.000 € working Capital) und erwirtschaftet ca. 500.000 bis 700.000 € pro Jahr.
Konnten mit einer Biogasanlage 1995 noch 50 KW Strom erzeugt werden, sind es 2005 aus der gleichen Menge Substrat bereits 400 KW und im Jahr 2010 sollen daraus 1.000 KW werden. Das ist eine Steigerung um das 8-fache in 10 Jahren und um das 20-fache in 15 Jahren. Quelle: Ulrich Schmack auf der Hauptversammlung der Schmack Biogas AG in Regensburg

Baukostenzuschüsse für solarthermische Anlagen
Das österreichische Bundesland Steiermark gibt Baukostenzuschüsse für Neubauten nur, wenn solarthermische Anlagen eingebaut werden. Das hat zu einem Boom für Sonnenkollektoren im sonnenreichen Südost-Österreich geführt. Das Land und die Grazer Energieagentur haben außerdem eine Aktion zur besseren Wärmedämmung bei Altbauten gestartet.
mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631179ms37

Energiepflanzenportal online
Energiepflanzen, eine der wichtigsten regenerativen Energieträger der Zukunft, verändern die Landwirtschaft. Sie zählen zu den Top-Themen der FNR, die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums Forschungsprojekte rund um die nachwachsenden Rohstoffe fördert. 30 Projekte mit einer Gesamtfördersumme von mehr als zehn Millionen Euro werden aktuell zu Züchtung und Anbau von Energiepflanzen betreut. Damit der Informationstransfer aus der Wissenschaft hinaus in die Praxis, zu den Landwirten, den Saatzuchtunternehmen, Studenten und Lehrenden, und auch von einer Forschungseinrichtung zur anderen klappt, wurde www.energiepflanzen.info ins Leben gerufen. Über eine Datenbank können alle laufenden Vorhaben eingesehen werden. Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) 2007


Juni 2007

Standort Deutschland:
Deutsche Reeder verfügen über rund 3.100 Schiffe weltweit.
Deutsche Werften haben derzeit Aufträge für 12,9 Milliarden Euro und sind bis 2010 ausgelastet.
Deutsche Zulieferindustrie liegt mit 9 Milliarden Euro Jahresumsatz weltweit an 2. Stelle.
Deutsche Häfen erwarten 2007 mehr als 300 Millionen Tonnen Güterumschlag
Dr. Peters Gruppe managt die größte Handelsflotte Deutschlands und eine der größten Tankerflotten der Welt (gemessen an der Gesamttonnage)
Quelle: D&S Ausgabe 1/2007, S. 12

Biobranche: Nachhaltiges Wachstum schafft und sichert 160.000 Arbeitsplätze
Die Biobranche sichert sich nach Schätzungen des PresseForum BioBranche das Einkommen von rund 160.000 Arbeitskräften, die in den Bereichen Erzeugung, Herstellung, Handel und Dienstleistung tätig sind. Quelle: http://demeter.de/newsletter/new_article.php?article_id=373&pagegroup=Aktuelles&pageaction=newsletter

AVIA führt klimafreundlicheres Benzin ein
AVIA, mit über 800 Stationen einer der größten Tankstellenbetreiber in Deutschland, führt einen neuen CO2-optimierten Kraftstoff ein.
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631548ms47

NABU stellt seine schönsten Schutzgebiete vor
Der NaturschutzBund stellt jetzt eine Übersicht seiner schönsten Schutzgebiete im Internet in einer Online-Datenbank vor.
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631553ms47

Erste Biogasanlage mit Einspeisung ins Erdgasnetz
Ein Vorreiter auf dem Weg zur nachhaltigen Energieerzeugung ist die Biomethananlage in Pliening, welche die Aufwind Schmack Gruppe betreibt. Zu Biomethan aufbereitetes Biogas wird hier direkt ins Erdgasnetz der Stadtwerke München eingespeist. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos gab gemeinsam mit Josef Miller, Bayerischer Staatsminister für Landwirtschaft und Forsten, und Dr. Werner Schnappauf, Bayerischer Staatsminister für Mensch und Umwelt, vor mehr als 400 Gästen in einem symbolischen Akt den Weg für das Biomethan ins Erdgasnetz frei.
„Die Erzeugung von Biomasse, Biogas und Bioerdgas ist außerdem eine rein inländische Wertschöpfungskette: Arbeitsplätze werden also in Deutschland geschaffen. Mit dieser innovativen Technologie sind für die deutsche Wirtschaft auch gute Exportchancen verbunden“, betonte Glos. Die Anlage im Landkreis Ebersberg östlich von München ist eine der größten Biogasanlagen in Deutschland und war Ende vergangenen Jahres deutschlandweit die erste Anlage, die Biomethan ins Erdgasnetz einspeiste. Für die nächsten Monate kündigte Miller einen Biomasse-Aktionsplan an, der die optimierten Verwertungsstrategien für Biomasse aufzeigt.

„Die Einspeisung von Biomethan in Erdgasnetze markiert einen Quantensprung für den Klimaschutz in Bayern und in ganz Deutschland“, sagte Schnappauf. „Wir setzen darauf, dass Biomasse in ländlichen Regionen weiter ausgebaut wird.“ Den Vorteil von Biomethan gegenüber Biogas erläuterte Ferdinand Schmack, Geschäftsführer der Aufwind Schmack GmbH Neue Energien, welche die Anlage projektiert und betreibt: „Während Biogas lokal verstromt werden muss, kann Biomethan über die bestehende Leitungs-Infrastruktur transportiert und wie Erdgas genutzt werden.“
In Pliening würden jährlich etwa 3,9 Millionen Normkubikmeter Biomethan aufbereitet und rund 43 Millionen Kilowattstunden Energie ins Erdgasnetz eingespeist. Dies entspreche dem jährlichen Erdgasverbrauch von zirka 1.300 Einfamilienhäusern, so Schmack. Hintergrundinformationen zum Projekt lieferte Dr. Andreas Seebach, Projektinitiator und Geschäftsführer der gemeinsamen Biomethanhandelsplattform RES Biomethan GmbH. Einen Einblick in die Anlagentechnik gab Ulrich Schmack, Vorstandsvorsitzender des Anlagenherstellers Schmack Biogas AG.
Projektpartner vor Ort und Logistiker für die Biomasse ist der Maschinenring Ebersberg e.V. Finanziert wurde die Plieninger Anlage über einen Fonds der Aufwind Schmack in Zusammenarbeit mit der Hessischen Landesbank und der Lacuna AG. Mit der E.ON Bayern AG konnte ein langfristiger Großabnehmer für das Biomethan gewonnen werden.
Quelle:
CommunicationConsultants.de 2007

100-Dächer-Solarthermie-Förderung in Holzgerlingen
Eine beispielhafte kommunale Förderung von Solarthermie hat die Stadt Holzgerlingen (Landkreis Böblingen) beschlossen.
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631551ms47

Landesumweltminister wollen mehr Klimaschutz
Die deutschen Landesumweltminister wollen mehr Klimaschutz als die 27 EU-Mitglieder unter der Führung von Angela Merkel beschlossen haben.
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631224ms38

Hessisches Dorf sagt: "Tschüss Öl, Ciao Gas!"
Oberrosphe in Nordhessen will komplett zum Bioenergiedorf werden.
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631221ms38


Mai 2007

Deutsche wollen ihre Häuser energiesparend umrüsten
93 Prozent der Deutschen wollen ihr Heim umrüsten, um Heiz- und Stromkosten zu senken. http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631202ms37

Eine Großstadt tauscht Altöl gegen Biotreibstoff
Altspeiseöl aus Graz wird in Mureck zu Biodiesel umgewandelt und wandert als Bio-Treibstoff wieder in die Tanks der städtischen Linienbusse. Für den Haushalt wurde die praktische und saubere Sammlung durch den eigens dafür entwickelten Sammelbehälter Fetty aufgebaut. Dieser wurde von den teilnehmenden Gemeinden und den Abfallwirtschaftsverbänden gemeinsam eingeführt. Für Gewerbe und Gastronomie stehen Standcontainer zur Verfügung, die je nach Bedarf entleert werden. Die SEEG ist weltweit das einzige Unternehmen, das seit 1993 aus Altspeiseöl Treibstoff erzeugt, das die Qualitätsanforderungen der EN 14214 erfüllt. Aus 1 Kilo Altspeiseöl werden 0,85 1 Qualitäts-Biodiesel erzeugt. Bioenergie Mureck 2006

Photonenfusion soll Solarzellen effizienter machen
Forscher des Mainzer Max-Planck-Instituts für Polymerforschung entwickeln ein Verfahren, mit dem man langwelliges Licht einer gewöhnlichen Lichtquelle in kurzwelliges überführen kann. Ein neuartiges Verfahren, das langwellige Photonen ("Lichtteilchen") niedriger Energie in kurzwellige Photonen höherer Energie umwandelt, wurde von einem Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Polymerforschung in Mainz und dem Sony Materials Science Laboratory in Stuttgart entwickelt.
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f63540ms20

Prokon versorgt 450.000 Menschen mit Strom
Wenn im Oktober die die letzten 10 Windräder des New Energy Fonds VII errichtet sind, werden 217 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von 416 MW sauberen Strom produzieren. Das bedeutet, dass mit allen Prokon Anlagen (Firmengründung 1995) zusammen eine Stadt mit ca. 450.000 Menschen mit Strom versorgt werden kann.

Windkraftanlagen bleiben gefragt, Lieferzeit bis 2 Jahre
Während die Lieferfähigkeit der Anlagenhersteller noch vor wenigen Jahren kaum ein Thema war, sind heute, bedingt durch die weltweit große Nachfrage, Lieferzeiten von bis zu zwei Jahren keine Seltenheit mehr.

Das größte Solarkraftwerk der Welt befindet sich im Hinterland der Costa Blanca
Von der deutschen Firma City Solar gebaut, erzeugt es umweltfreundlichen Strom und reduziert den CO2-Ausstoß. Das Sonnenland Spanien hat erst begonnen seine natürlichen Energiequellen zu nutzen. Die Anlage ist kaum höher als drei Meter und bedeckt eine Fläche so groß wie 71 Fußballfelder. Das Tal von Beneixama ist nicht nur wegen der mehr als 300 Sonnentage ein idealer Standort, erklärt Daniel Zinnecker von der Firma City Solar aus Bad Kreuznach, die das Werk gebaut hat. "Im Hochsommer werden die Module zu heiß und ihr Wirkungsgrad sinkt - der Wind hier kann da ein bisschen entgegenwirken. Er sorgt dafür, dass die Module gekühlt werden". Quelle: Marc Koch, ARD-Hörfunkstudio Madrid, http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6540632_REF3,00.html

45 Prozent erneuerbare Energie für Österreich bis 2020
Dieses ehrgeizige Ziel kündigte Österreichs Bundeskanzler Alfred Gusenbauer in einem "Spiegel"-Gespräch an. Quelle: Der Spiegel, 12/2007

Bioprodukte sind gefragter denn je
Gut jeder fünfte Bundesbürger kauft heute regelmäßig Bio-Produkte. Dies geht aus dem aktuellen Ökobarometer 2007 hervor und bestätigt das unvermindert große Interesse der Verbraucher an ökologischen Erzeugnissen. http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631210ms38

Zuwachsraten von Erdwärme sind weit größer als angenommen
Die Präsidentin des Bundesverbandes Geothermie (GtV-BV), Simone Probst, betont, Geothermie habe das Potenzial zu Deutschlands wichtigster Wärmequelle zu werden. http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631201ms37


April 2007

"Wir können uns vorstellen, dass künftig in jedem Neubau erneuerbare Energie verwendet wird"  (Umweltminister Schnappauf, CSU)
Schnappauf sagte, die notwendigen Vorarbeiten, zum Beispiel zur Nutzung der oberflächennahen Erdwärme, seien bereits geleistet worden: "Wir können jetzt im ganzen Land für Bauherren, Planer und Architekten eine Vorinformation anbieten, wo welche Technologie am effektivsten ist." Im landwirtschaftlichen Bereich setzt der Umweltminister vor allem auf Biomasse. "Da ist noch viel Musik drin!", sagte er. Zur Atomkraft meinte Schnappauf, es sei "besser, die vorhandenen Kernkraftwerke weiter CO2-freien Strom produzieren zu lassen, als neue Kohle- und Gaskraftwerke zu bauen". Der CSU-Politiker betonte allerdings: "Mein Thema ist zuvorderst: So viel so schnell erneuerbare Energien wie nur irgend möglich." Der Bau neuer Atomkraftwerke "steht nicht auf der Tagesordnung", versicherte er.
Quelle: Augsburger Allgemeine 2007

Beim Kauf neuer PCs auch auf unsinnigen Stromverbrauch achten
„Je leistungsstärker ein Computer ist, umso höher ist in der Regel nicht nur sein Kaufpreis, sondern auch sein Energieverbrauch“, erläutert Dr. Dietlinde Quack vom Öko-Institut. „Für die üblichen PC-Anwendungen sind die angepriesenen Komponenten oftmals überdimensioniert und verbrauchen damit unnötig Strom.“ Notebooks werden dagegen grundsätzlich sehr viel energieeffizienter konzipiert als Desktop-PCs, da eine hohe Energieeffizienz eine längere Laufzeit der Akkus ermöglicht – eine wesentliche Voraussetzung für den mobilen Gebrauch. Ein Notebook verbraucht rund 70 Prozent weniger Strom als ein vergleichbarer Desktop-PC. Doch unabhängig, ob Desktop-PC oder Notebook: „Wählen Sie die Ausstattung des Gerätes mit Hilfe der EcoTopTen-Kaufempfehlung passend zu Ihrem Bedarf“, empfiehlt Dietlinde Quack. „Das gilt besonders für die Komponenten Prozessor, Grafikkarte und Bildschirm, die besonders viel Strom verbrauchen.“
Quelle:  EcoTopTen 2007

Deutsche Solar- und Windtechnik sind Exportschlager
Deutsche Windräder gehen inzwischen zu 70 Prozent ins Ausland, vor allem in die USA und nach Asien.
Deutsche Solarzellenhersteller bauen Solarfabriken in Singapur und Südafrika und verkaufen an Chinesen, Inder und Amerikaner. Seit 2004 wurde der Exportanteil von 200 Millionen Euro pro Jahr auf eine Milliarde verfünffacht. Tendenz: stark weiter steigend! Schon im nächsten Jahrzehnt kann die Branche der erneuerbaren Energien in Deutschland die Exportquote der deutschen Auto- und Maschinenbau-Branche erreichen und überholen, und die Kosten für alternativen Strom werden stark sinken. http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631185ms37

Siemens erhält Großauftrag aus Großbritannien für 54 Mega-Windturbinen
Der zur Siemens AG gehörende Geschäftsbereich Power Generation (PG) errichtet in Großbritannien zwei Windparks. Wie der Konzern am Dienstag erklärte, wird man für die beiden Offshore-Windparks in Lynn und Inner Dowsing in Lincolnshire an der Ostküste Englands 54 Windturbinen mit einer maximalen Produktionsleistung von 180 Megawatt (MW) liefern. Bei den zwei Windparks kommt die neu entwickelte Siemens-Windturbine mit einer Leistung von 3,6 MW zum zweiten Mal bei einem Offshore-Projekt zum Einsatz. Auftraggeber ist Centrica plc (WKN A0DK6K), die Muttergesellschaft von British Gas. In den kommenden fünf Jahren übernimmt Siemens PG auch den Service und die Instandhaltung der Turbinen. Der Siemens-Auftrag umfasst einen großen Teil der Gesamtinvestition in Höhe von rund 440 Mio. Euro.

Weitere 4 Milliarden Euro für Gebäudesanierung, um C02 zu sparen
In Berlin sagte Bauminister Tiefensee (SPD), durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm der Bundesregierung seien 2006 mit 1,5 Milliarden Euro staatlicher Hilfe 265 000 Wohnungen saniert und damit 900.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden worden. In diesem und dem kommenden Jahr stehen weitere 4 Milliarden Euro für das Programm bereit.
Quelle: Augsburger Allgemeine 2007

Grünen Strom bei Tschibo
Ab 16. März 2007 gibt es bei Tchibo nicht nur schwarzen Kaffee, sondern auch grünen Strom. http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f631195ms37

Blair will "Meister des Klimaschutzes" werden
Nicht um 20 Prozent, sondern um bis zu 32 Prozent will Englands Premierminister bis zum Jahr 2020 die Treibhausgase reduzieren. Bis 2050 sollen es 60 Prozent weniger sein. Diese Ziele seien "revolutionär", sagte Blair. Auch sein designierter Nachfolger, Gordon Braun, stellte sich hinter diese Zielvorgabe. Umweltminister David Miliband will "strenge Kontrollen" zur Erreichung dieser Ziele. Die Industrie soll jedes Jahr dem Parlament Rechenschaft über die erreichte Reduzierung ablegen. Es gehe darum, langfristig eine "Niedrigkohlenstoff-Industrie" zu schaffen, sagte Miliband. Quelle: Franz Alt 2007

Das größte Solarkraftwerk der Welt befindet sich im Hinterland der Costa Blanca
Von der deutschen Firma City Solar gebaut, erzeugt es umweltfreundlichen Strom und reduziert den CO2-Ausstoß. Das Sonnenland Spanien hat erst begonnen seine natürlichen Energiequellen zu nutzen. Die Anlage ist kaum höher als drei Meter und bedeckt eine Fläche so groß wie 71 Fußballfelder. Das Tal von Beneixama ist nicht nur wegen der mehr als 300 Sonnentage ein idealer Standort, erklärt Daniel Zinnecker von der Firma City Solar aus Bad Kreuznach, die das Werk gebaut hat. "Im Hochsommer werden die Module zu heiß und ihr Wirkungsgrad sinkt - der Wind hier kann da ein bisschen entgegenwirken. Er sorgt dafür, dass die Module gekühlt werden".
Quelle: Marc Koch, ARD-Hörfunkstudio Madrid, http://www.tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID6540632_REF3,00.html

Schon bis 2030 kann fast die gesamte deutsche Stromproduktion erneuerbar organisiert werden
Davon geht die deutsche Energieagentur nach einer Meldung der "Welt am Sonntag" aus. Windstrom und Strom aus Geothermie werden dabei eine zentrale Rolle spielen. So wird in den nächsten Jahren auch in Deutschland Strom aus Windkraftanlagen auf dem Meer immer attraktiver. England, die USA, Holland und Dänemark sind uns dabei fast um ein Jahrzehnt voraus. Schuld daran ist die deutsche Bedenkenträgerei und deutscher Bürokratenwahn. Was in Dänemark von zwei Genehmigungsbehörden geleistet wird, muss in Deutschland 14-mal genehmigt werden. Der Wind auf See bläst heftiger und häufiger als an Land. Auf dem Wasser leistet eine Windkraftanlage fast das Doppelte wie an Land - ist freilich auch entschieden teurer. Geplant sind laut deutscher Energieagentur langfristig in der Nordsee 19.000 Megawatt. Das entspricht dem Potenzial aller deutschen Atomkraftwerke. 4.000 bis 6.000 Windräder werden dafür benötigt.
Noch vor wenigen Jahren haben die großen Energiekonzerne jedes Windrad - notfalls mit juristischen Mitteln - bekämpft und lächerlich gemacht. Jetzt aber wird weltweit ein neues Kapitel der Energieversorgung aufgeschlagen. Die alten Energiekonzerne werden ergrünen oder verschwinden. Allein zwei Drittel des Windstroms wird künftig auf dem Meer erzeugt. Der neue Boom der Windenergie sorgt allein in Cuxhaven für 6.000 neue ArbeitsplätzeQuelle:  Welt am Sonntag 2007


März 2007

Für alle, die uns jeden Tag weiß machen wollen, es ginge uns schlecht:
Porsche in der Rekordspur
Für den rekordverwöhnten Sportwagenhersteller Porsche haben sich die Geschäfte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2006/2007 gelohnt. Wie das Unternehmen bekannt gab, kletterte der Vorsteuergewinn vorläufigen Zahlen zufolge auf 1,4 Milliarden Euro. Damit verfünffacht Porsche das Ergebnis des Vorjahreszeitraums, bei dem nach dem ersten Halbjahr ein Vorsteuerergebnis von 277,8 Millionen Euro erwirtschaftet werden konnte. Unter dem Strich hat das Unternehmen zwischen August 2006 und Januar 2007 die Gewinnschwelle von einer Milliarde geknackt und 1,05 Milliarden Euro verdient. Im Berichtszeitraum des Vorjahres hatte das Nachsteuerergebnis bei 169,8 Millionen Euro gelegen. Ein deutliches Absatzplus konnten die Porsche-Sportwagen erzielen. Wie der Konzern mitteilte, konnten allein von der Elfer-Baureihe 15,7 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich verkauft werden. Auch Boxster und Cayman steigerten ihren Absatz und brachten ein Plus von 21,5 Prozent. Quelle: CortalConsors. Daily News 26.01.07

Erzeugung und Nutzung von Biogas hat starkes Wachstum erfahren
 In Deutschland sind zum Jahresende 2006 etwa 3.500 Biogasanlagen mit einer installierten elektrischen Gesamtleistung von 1.100 MW am Netz. Von den insgesamt 50.000 Beschäftigten im Bereich der Bioenergie arbeiten rund 10.000 in der Biogasbranche.    Quelle:  Fachverband Biogas e.V.
2006 war das bisher erfolgreichste Jahr der Biogas-Entwicklung. Der Zubau an Biogasanlagen in 2006 war dem Zubau von Windkraftanlagen erstmals gleichwertig. Die neu installierte Gesamtleistung von mindestens 550 Megawatt ist aufgrund der vierfach höheren Auslastung im Betrieb gleichwertig mit den neuen 2.280 Megawatt an Windkraftanlagen. Sie wird jährlich rund 3,9 Mrd. Kilowattstunden Biogasstrom produzieren. Die etwa 3.500 Biogasanlagen erzeugten in 2006 insgesamt deutlich über fünf Mrd. Kilowattstunden Biogasstrom auf weniger als 2 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche.  Quelle:  Schmack Biogas News vom 28.2.07

RWE investiert 100 Mio. Pfund in Windkraftanlagen
RWE npower hat grünes Licht für weitere Investitionen in Höhe von 100 Mio. GBP für den Bau neuer Windkraftanlagen unter anderem in Kent und Yorkshire gegeben. Die Windkraftwerke Knabs Ridge und Little Cheyne Court würden die Erzeugung im Jahr 2008 aufnehmen, hieß es weiter. Durch die Investitionen wird die Erzeugungskapazität in Großbritannien um bis zu 2.100 Megawatt (MW) erhöht – das entspricht dem Stromverbrauch für über 2 Millionen Haushalte. Die Erzeugungskapazität von RWE npower erhöht sich dadurch um 23 Prozent.

Weltgrößter Atomkonzern baut Windräder
Die Windenergie boomt weiter. Nicht nur E.on und RWE setzen auf Windkraft. Jetzt will auch der weltgrößte AKW-Bauer, der französische Atomenergiekonzern AREVA, groß einsteigen.   mehr: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f63856ms30

SolarFreax versteht sich als Experten-Forum für Photovoltaik und Solarthermie
Täglich finden hier Mitglieder, die aktiv in der Solarbranche tätig sind, Informationen und Neuigkeiten, fachlichen Austausch und aktive Hilfe bei Problemen, Diskussion zu Politik, Förderung und Finanzierung, Vertrieb und Marketing, Termine und Messen oder Kooperationen und Jobs. Unter der Adresse www.SolarFreax.de ging ein neuer Informationsdienst für die Solarbranche an den Start. Ab sofort können Mitglieder, die aktiv in der Solarbranche tätig sind, hier Informationen und Neuigkeiten oder fachlichen Austausch und aktive Hilfe bei Problemen erhalten.

Q-Cells übertraf Erwartungen deutlich und sicherte sich die Versorgung mit erheblichen Mengen des Rohstoffes Silizium
Der Solarzellenhersteller hat seine Geschäftsziele für das abgelaufene Geschäftsjahr 2006 übertroffen. Demnach hat der Konzern 2006 Solarzellen mit einer Gesamtleistung von 253,1 MPw produziert und damit den Vorjahreswert um 53 Prozent verbessert. Der Umsatz kletterte um 80 Prozent von 299,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 539,5 Mill. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern schnellte um 104 Prozent auf 129,1 Millionen Euro nach oben nach einem EBIT von 63,2 Millionen Euro im Jahr 2005. Vorläufigen Zahlen zufolge stieg der Konzerngewinn um 120 Prozent auf 87,7 Millionen Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Q-Cells weiterhin mit einer anhaltend positiven Entwicklung. Bis Jahresende sollen sowohl Umsatz als auch Jahresüberschuss im Kerngeschäft um 30 Prozent gesteigert werden. Mittelfristig will der Konzern weiterhin deutlich wachsen. Der Umsatz soll bereits im Jahr 2008 die Marke von einer Milliarden Euro durchbrechen. Für 2009 liegt das Umsatzziel bei einem weiteren Plus von rund 40 Prozent.
Q-Cells konnte die Versorgung mit metallurgischem Silizium durch einen langfristigen Liefervertrag mit dem norwegischen Unternehmen Elkem Solar bis 2018 sichern. Q-Cells verfügt eigenen Angaben zufolge über genügend Material, um bereits ab 2010 mehr als 1 GWp an Solarzellen jährlich zu produzieren. Q-Cells kündigte darüber hinaus an, in Zusammenhang mit der Sicherung der Rohstoffreserven 17,9 Prozent am wichtigsten Lieferanten, dem norwegischen Solarsiliziumhersteller Renewable Energy Corporation, dem weltweit größten Hersteller von multikristallinem Silizium, übernommen zu haben.

RWE investiert 900 Mio. GBP in Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk
Die zur RWE AG gehörende Tochter RWE npower will in Großbritannien ein hochmodernes Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk errichten. Derzeit prüft man den Angaben zufolge zwei potenzielle Standorte für das Gaskraftwerk in Nottinghampshire sowie in West Wales. Die Planungsgenehmigung für ein 1.500 MW GuD-Kraftwerk am Standort Staythorpe liege bereits vor und erste Arbeiten am Fundament wurden bereits durchgeführt. In Pembroke arbeitet RWE npower an der Einholung der Genehmigung für ein 2.000 MW Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk. RWE npower will 2007 mit dem Bau des neuen Gaskraftwerks und 2009 mit der Stromerzeugung beginnen. Das Investitionsvolumen für das neue Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk wurde auf etwa 900 Mio. Britische Pfund (GBP) beziffert. Mit der Durchführung der Arbeiten wurde der französische Mischkonzern Alstom S.A. beauftragt.

US-Amerikaner kaufen weniger Bezinschlucker
Wie das "Handelsblatt" berichtet, will die amerikanische Tochter des Automobilkonzerns DaimlerChrysler AG ihre hohen Lagerbestände in den USA abbauen. Die benzinfressenden Modelle, auf die Chrysler lange setzte, sind bei den amerikanischen Käufern zuletzt in Ungnade gefallen, weil die Spritpreise gestiegen sind. Chrysler versucht seit Monaten, den hohen Bestand an unverkauften Fahrzeugen abzubauen, der den Angaben zufolge zeitweise mehr als 600.000 Stück erreichte.


Februar 2007

RAS gratuliert einem seiner Kunden:  Weißbierbrauerei Schneider zum „Arbeitgeber des Jahres 2007“ gekürt -
Bundeswirtschaftsminister a. D. Wolfgang Clement überreichte am 19.01.2007 der unabhängigen Privatbrauerei den „Top Job“-Hauptpreis für herausragendes Personalmanagement“.
Die Private Weissbierbrauerei G. Schneider & Sohn GmbH Kelheim wurde beim bundesweiten Unternehmensvergleich „Top Job“ zum „Arbeitgeber des Jahres 2007“ gekürt. Die Jury des Mittelstandswettbewerbs, würdigte insbesondere die enge Verknüpfung des systematischen Personalmanagements mit der Gesamtstrategie des Unternehmens. Auch zeigte sich das Gremium beeindruckt davon, welch hohen Stellenwert die Brauereiführung diesem Managementfeld einräumt. Geschäftsführer Georg Schneider VI. freute sich über die begehrte Auszeichnung „Arbeitgeber des Jahres 2007“.

70.000 Menschen arbeiten derzeit in der deutschen Windbranche
Deutschland: Windräder sparen schon heute jedes Jahr 26 Millionen Tonnen CO2 ein. In 20 Jahren können über 20 Prozent des Stroms aus Windkraftanlagen gewonnen werden. Hinzu kommen große Chancen für Offshore-Windparks im Meer. Mit 70 Prozent Exportanteil von Windrädern erreicht die deutsche Windbranche das Außenhandelsniveau des klassischen deutschen Maschinenbaus. Quelle: Neue Energie 12/2006

2006 wurden in Deutschland ca. 840 Windenergieanlagen errichtet
Der Windpark-Projektierer Plambeck Neue Energien AG meldete, dass er im vergangenen Jahr in Deutschland 49 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 98 Megawatt (MW) errichtet und an deren Errichtung mitgewirkt hat. Die Anlagen der Gesellschaft wurden in Windparks u.a. in den Bundesländern Niedersachsen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt errichtet.

REpower Systems hinter Enercon und Vestas auf Rang 3
REpower Systems AG teilte am Dienstag mit, dass sie im Jahr 2006 vom fünften auf den dritten Platz der größten Hersteller von Windkraftanlagen in Deutschland vorgerückt ist. Mit einem Marktanteil von 7,6 Prozent bei der im letzten Jahr neu installierten Leistung von 2.233 Megawatt (Vorjahr: 1.808 Megawatt) hat sich REpower damit vor Anbietern wie GE Energy, Siemens oder Nordex etabliert.

Solarmodule können noch viel preiswerter werden
In Japan sind Solarmodule teils nur halb so teuer wie in Deutschland. Firma Sharp verkauft ihre Module in Japan für 1,67 Euro je Watt. Installateure in Deutschland zahlen für die gleichen Sharp-Module derzeit noch rund das Doppelte. Quelle: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f63609ms22

Ein Wörtchen ändern und schon verkaufen sich Solarhäuser
"Null-Energie-Häuser" mit integrierter Photovoltaik verkauften sich kaum, aber seit dieselben Häuser "Null-Energie-Kosten-Häuser" heißen, sind die Hälfte der verkauften Fertighäuser in Japan Solarhäuser. Die Solaranlage wird dabei im Gesamtpreis des Hauses versteckt. Da die Kilowattstunde konventionellen Stroms für Privathäuser tagsüber 25 Cent kostet und für diesen Preis auf vergütet wird, rechnet sich Solarstrom in Japan auch ohne Einspeisegesetz. Solarstrom wird natürlich tagsüber eingespeist, wenn der Strom am teuersten ist. Nachts, wenn auch in Solarhäusern Strom von Stromkonzernen gekauft werden muss, ist der Strompreis extrem billig. Deshalb steigt der Anteil der Solarhäuser unter den Fertighäusern stetig.

Kalifornien startet 2007 Solarboom
Einspeisevergütung und Milliardenförderprogramme für Solarenergie gibt es seit 2007 im Bundesstatt mit den großen Energiesorgen. Gouverneur Arnold Schwarzenegger verspricht sich für Kalifornien neue Arbeitsplätze und Einsparung von drei Millionen Tonnen CO2. Quelle:  http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f63458ms17

USA wollen bis 2017 den Verbrauch fossiler Treibstoffe um 20 Prozent reduzieren und forcieren Einsatz von Bioethanol
 In seiner Rede zur Lage der Nation hat Präsident Georg W. Bush das Ziel bekannt gegeben, die Importabhängigkeit vom Öl zu reduzieren und in 10 Jahren den Verbrauch fossiler Treibstoffe um 20 Prozent zu reduzieren. Hierzu soll der Beitrag regenerativer Treibstoffe wie Biodiesel und Bioethanol auf 35 Mrd. US-Gallonen (rd. 110 Mio. Tonnen) steigen und verstärkt in Bioethanolanlagen investiert werden. Die amerikanischen Produktionskapazitäten für Bioethanol belaufen sich Ende 2006 auf 16,1 Mio. Tonnen und werden bis Anfang 2008 auf 32,3 Mio. Tonnen nahezu verdoppelt, teilte das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mit.
Weltweit wurden im Jahr 2005 ca. 35 Mio. Tonnen Bioethanol produziert, davon entfallen 72% auf die USA (12,81 Mio. Tonnen) und Brasilien (12,69 Mio. Tonnen). Der europäische Anteil an der weltweiten Bioethanol-Produktion ist 2005 noch gering. Mit 0,72 Mio. Tonnen Ethanol führt Frankreich vor Spanien (0,3 Mio. Tonnen) und Deutschland (0,28 Mio. Tonnen). In Deutschland kann der Bioethanol-Kraftstoff (Benzinfahrzeuge) unter der Bezeichnung E 85 derzeit an rund 100 Tankstellen bezogen werden. Nach dem IWR-Bioethanol-Preisindex kostet E85 an deutschen Zapfsäulen im Januar 2007 im Mittel 93,3 Cent je Liter.   Quelle: IWR 2007

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Ende Dezember 2006

Großbritannien: Klimaschutz ist wichtigstes Thema der Weltpolitik
Tony Blair hat das Thema Klimaschutz zum "wichtigsten Thema der Weltpolitik" erklärt und Angela Merkel aufgefordert, dies im Jahr 2007 als EU-Chefin auf die Agenda der Weltpolitik zu setzen. Auch David Cameron, der britische konservative Oppositionsführer, will mit grün in den nächsten Wahlkampf ziehen.
Quelle:
http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f63616ms22

E.ON plant Offshore-Windpark in der Nordsee
Energieversorger
E.ON AG plant Bau eines großen Offshore-Windparks in der Nordsee. Der Park soll rund 40 Kilometer nordwestlich der ostfriesischen Insel Juist entstehen. Dazu hat E.ON das Projekt "Offshore-Windpark Delta Nordsee" von der Enova Gruppe übernommen. Das vorgesehene Seegebiet ist bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) als besonders geeignet ausgewiesen worden. In der ersten Phase sollen 80 Windenergieanlagen mit einer Leistung von jeweils mehr als 3,5 Megawatt errichtet werden. Für 48 Anlagen wurde bereits die Bau- und Betriebsgenehmigung erteilt, weitere 32 Anlagen sind beantragt. Mit diesem Projekt setzt der Konzern seine Initiative mit dem Schwerpunkt der Weiterentwicklung der Regenerativen Energien fort. Dazu gehören mehrere Offshore-Windprojekte in Großbritannien, Skandinavien und Deutschland. Vor den deutschen Küsten will E.ON bis 2011 Anlagen mit insgesamt 500 Megawatt Leistung installieren und damit die führende Rolle in der Windenergienutzung übernehmen. Quelle: CortalConsors Daily News 4.12.06

Hausneubau nur mit Erneuerbaren Energien
Künftig soll in Baden-Württemberg einen Neubau nur errichten dürfen, wer erneuerbare Energien von vornherein einbaut. Damit ist Baden-Württemberg das erste Bundesland mit "eingebautem Klimaschutz" wie der CDU-Fraktionschef Stefan Mappus bekannt gab. Schon im nächsten Sommer soll die Vorschrift im Baurecht verankert werden. Bauherren sollen wählen können, ob sie Solarzellen, Erdwärme oder Holzpellets einsetzen. Hauptsache erneuerbare Energien. Wer baut, hat die Wahlfreiheit. Quelle: Franz Alt 2006

Indiens Präsident Kalam setzt auf erneuerbare Energien
"Es gibt die schreiende Notwendigkeit, rasch auf erneuerbare Energien umzusteigen", sagte Indiens Präsident Abdul Kalam soeben auf der 5. Weltwindenergiekonferenz in New Delhi in einem dramatischen Appell an die Welt. Quelle: http://sonnenseite.kjm4.de/ref.php?id=b444f63514ms19

Pellets sind wieder billiger geworden
Weitere deutliche Preissenkungen werden erwartet. Der Durchschnittspreis sank zwischen November und Dezember 2006 um rund 2 Euro pro Tonne. Damit sind Pellets aktuell um rund 18% kostengünstiger als Heizöl extraleicht. Christian Rakos, Geschäftsführer vom Verband der österreichischen Pelletwirtschaft: "Die Industrie hat rasch auf die starke Nachfragesteigerung reagiert. Die Versorgungslage ist ausgezeichnet, die Lager für den Winter sind gefüllt." Für das kommende Jahr rechnet proPellets Austria mit einer Steigerung der heimischen Pelletproduktion um 50% auf über 900.000 Tonnen. Der Inlandsverbrauch lag 2006 bei rund 400.000 Tonnen. Rakos: "Eine ausreichende Versorgung mit Pellets ist damit auf Jahre abgesichert."
Monatlich aktualisierte Pellets Preisinformationen  Quelle: proPellets Austria 2006

Biogas-Einspeisung ins Erdgasnetz - erstes Referenzprojekt in Deutschland
Eine der größten Biogasanlagen Deutschlands nahm am 22.12.06 in Pliening bei München ihren Betrieb auf. Nach TÜV-Abnahme wird erstmals in Deutschland aufbereitetes Biogas ins Erdgasnetz eingespeist. Das Projekt wurde gemeinsam von der Schmack Biogas AG und der Planungsfirma Renewable Energy Systems realisiert. Finanzierungspartner ist die Aufwind Schmack Gruppe. Abnehmer des aufbereiteten Biogases ist E.ON Bayern. Die mit einem Investitionsvolumen von 9,8 Mio. Euro größte Anlage ihrer Art ist das erste Referenzprojekt in Deutschland für die Einspeisung von Biogas. Ulrich Schmack, Vorstand der Schmack Biogas AG: „Vor allem für große Biogasanlagen liegt die Zukunft in der Gaseinspeisung und damit in der Substitution von teuer importiertem Erdgas…“
Die Biogasanlage in Pliening produziert pro Jahr rund 3,9 Millionen Kubikmeter Biomethan. Diese Menge entspricht dem Erdgas­verbrauch von rund 1.300 Vier-Personen-Haushalten.
Von großer strategischer Bedeutung ist das Projekt Pliening für den Energiestandort Deutschland, weil jetzt erstmals eine Technologie für die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität im industriellen Maßstab im Einsatz ist und die wirtschaftliche Nutzung ermöglicht. Anders als bei gewöhnlichem Biogas, das üblicherweise einen Methananteil zwischen 40 bis 60 Prozent hat, enthält das gereinigte und aufbereitete Biogas einen Methangehalt von 96 Prozent und erfüllt damit die Qualitätsnormen von Erdgas. Die Technologie zur Biogas-Reinigung und Aufbereitung wird durch die CarboTech Engineering GmbH, Essen, bereit gestellt.

Technologisch ist die Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität zur Einspeisung ins Gasnetz seit und zwei Jahren erprobt. Die CarboTech-Aufbereitungstechnologie gilt als besonders effizient, zuverlässig, umweltfreundlich und langlebig. Es ist die einzige verfügbare Aufbereitungstechnologie, die neben Kohlendioxid auch Wasser, Siloxane, Schwefelwasserstoff, FCKWs und andere Stoffe aus dem ungereinigten Biogas entfernt. Aktuell geht es vor allem darum, die Technologie und die Prozesse soweit zu verfeinern und weiter zu entwickeln, dass die Wirtschaftlichkeit der Gaseinspeisung im industriellen Maßstab nachhaltig sicher gestellt werden kann.

Saudi-arabische Investoren wollen eine Fabrik für Solarmodule in Deutschland bauen
Als Standorte sind Niedersachsen und Thüringen im Gespräch. Das Werk soll von dem Schweizer Technologiekonzern Oerlikon gebaut werden. Es soll die größte europäische Fabrik zur Herstellung von Dünnfilm-Solar-Modulen werden. Die Dünnschicht-Technik verbraucht im Vergleich zu konventionellen Solarzellen 200 Mal weniger Rohmaterial. Das ist besonders wichtig angesichts der Knappheit des Materials.

Windkraftanlage mit 6 MW in Betrieb
Vor 10 Jahren prognostizierten optimistische Forscher, dass Deutschland bis 2006 etwa 5.000 Megawatt Windkraftleistung installiert haben werde. 2006 sind 19.300 Megawatt Windstrom am Netz. 6,8 Prozent des deutschen Stroms wird aus Wind gewonnen. Vor 10 Jahren wurde ebenfalls angenommen, dass bis 2006 Anlagen in der Stärke von 600 KW aufgestellt werden. Im Herbst 2006 wurde die erste 6.000 KW-Windanlage aufgestellt - sie schafft um den Faktor 10 mehr und liefert Strom für 20.000 Menschen. Deutsche Wind-Designer träumen schon von 10-Megawatt-Offshore-Anlagen. 1982 erklärte der frühere RWE-Vorstand Günter Glätte: "Wir brauchen den Growian, um zu beweisen, dass es nicht geht." Jeder blamiert sich so gut er kann! Die Windbranche wurde zur Volksbewegung. Heute finanzieren über 200.000 Deutsche erfolgreich Windräder.

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